Schreibentwicklung im Theologie und Religionswissenschaftsstudium

Projektinformationen:

Wissenschaftliches Schreiben ist eine zentrale Schlüsselqualifikation in den Geisteswissenschaften und so auch des Theologie- und Religionswissenschaftsstudiums. Das Projekt initiiert ein vielfältiges, hoch-interaktives, in bestehende Lehrveranstaltungen integriertes Angebot zur Schreibentwicklung an der Theologischen Fakultät. Studierende und Lehrende werden gleichermassen einbezogen. Die häufig implizit bleibenden Anforderungen an das Schreiben werden in enger Anbindung an die Fachkulturen vermittelt und eine neue Kultur der Kommunikation über die zentrale Tätigkeit der Wissensproduktion wird etabliert.

Ziele des Projektes:

Das Hauptziel des Projektes ist die Verbesserung der schriftlichen Leistungsfähigkeit der Studierenden an der Theologischen Fakultät. Lern- und Forschungsprozesse, die gerade seit der Bologna-Reform unter einem erhöhten Zeit- und Erfolgsdruck stehen, sollen effizienter werden. Das bestehende Lehrangebot soll durch den gezielten Einsatz schreibintensiver Elemente genutzt und gleichzeitig verbessert werden. Weitere Ziele sind, das Bewusstsein für die Mechanismen und Herausforderungen
wissenschaftlichen Schreibens bei Studierenden und Lehrenden zu schaffen bzw. zu erhöhen und den Austausch darüber anzuregen.

Weiterentwicklung der Lehre:

Das didaktische Konzept setzt auf eine Vielfalt unterschiedlicher Lehr- und Beratungsformate und die enge Zusammenarbeit mit den Lehrenden.

Folgendes wird angeboten:

Pro Semester findet eine 2tägige Schreibwerkstatt statt, in der für alle
theologischen Fächer und Semester relevante Aspekte des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt und trainiert werden. Für Doktorierende wird jährlich ein speziell auf die Anforderungen ihrer Projekte zugeschnittenes, 3tägiges Schreibretreat angeboten. Gemeinschaftlich konzentriertes und begleitetes Schreiben steht dort im Mittelpunkt. Ein Textcafé, wöchentlich angeboten, dient als Anlaufstelle für alle Studierenden und Doktorierenden der Fakultät, um Feedback auf ihre Texte zu erhalten. Das Textcafé soll im Verlauf der Projektzeit von einem studentischen Tutor sukzessive übernommen werden. Damit wird die Methode des Peer-Feedbacks integriert, die auf gegenseitiges Feedback unter den Studierenden ausgebaut werden kann. Wöchentliche Einzelsprechstunden stehen bei tiefgreifenderen, sehr dringlichen oder anderweitig komplexe Schwierigkeiten offen. Mittels sogenannter lnterventionen werden sodann in Zusammenarbeit mit Lehrenden der Fakultät schreibintensive Lehrelemente in bestehende Lehrveranstaltungen integriert.